Die Affäre Rue de Lourcine

Veranstaltungendaten

Datum: Freitag, 1. Februar 2019
Zeit: 20:00 Uhr
Ort: Jürg Wille-Saal, Gasthof Löwen, Meilen

Abendkasse und Türöffnung ab 19.30 Uhr

Preise Tickets / Reservation

  • Normalpreis: 35 CHF
  • Mitglieder 25 CHF
  • Studierende/Kinder 20 CHF

Inklusive einem Glas Rotwein und einer «Soupe à l‘oignon». Leider ist aus organisatorischen Gründen keine Sitzplatzreservierung möglich.

von Eugène Labiche
Deutsche Fassung von Elfried Jelinek
Inszeniert vom Theater Kanton Zürich mit Michael von Burg, Daniel Hajdu,
Stefan Lahr, Andreas Storm, Miriam Wagner

Feiern, was das Zeug hält? Ab 1,5 Promille Alkohol im Blut steigt das Risiko für Gedächtnisverluste. Die Party war gut, Alkohol gab es reichlich – aber wie bin ich nach Hause gekommen?

Eugène Labiche‘s Komödie von 1857 ist ein Klassiker auf den Theaterbühnen. Labiche zeigt in seinem Albtraumschwank überaus spielerisch die schmutzigen Wahrheiten, die sich hinter einer kleinbürgerlichen, sauberen Kulisse auftun können. Fabelhaft treffend und pointiert ist die deutsche Fassung von Elfriede Jelinek.

Die Affäre Rue de Lourcine inszeniert vom Theater Kanton Zürich

Die Affäre Rue de Lourcine inszeniert vom Theater Kanton Zürich

Nach einer heftig durchzechten Nacht anlässlich eines Ehemaligentreffens seines Jugendinternats erwacht der rechtschaffene und wohlhabende Bürger Lenglumé am nächsten Morgen mit einem heftigen Kater und ohne jegliche Erinnerung an die Geschehnisse der Nacht. Zu seiner grossen Überraschung befindet sich neben ihm im Bett ein schnarchender Mann, den er als seinen Schulkameraden Mistingue identifiziert…

Mehr sei an dieser Stelle zu dieser entlarvenden Burleske, zu dieser messerscharfen Farce nicht verraten – ausser, dass sie von Elina Finkel enorm temperamentvoll inszeniert ist und von den SchauspielerInnen gekonnt und lustvoll gespielt wird.

Die Auslöschung der Erinnerung durch den Alkohol und die Entdeckung des Bösen in sich selbst wirft existentielle Fragen auf. Doch anstatt sich mit dem Leid ihres Opfers zu beschäftigen, sorgen sich die beiden ausschliesslich um ihr gesellschaftliches Ansehen. Die Fassade der Figuren erleidet Risse, die den Blick auf tiefsitzende Ängste freilegen.